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Kleines Budo Lexikon

1-10  (auf japanisch) 

1 (Ichi) 2 (Ni) 3 (San) 4 (Shi) 5 (Go) 6 (Roku) 7 (Shichi) 8 (Hachi) 9 (Kyu) 10 (Ju)

A

Age – heben, anheben oder Kinn

Aiki – Die innere Kraft oder die Harmonie der Kraft, eine sehr große Stärke, die im Zentrum von allem seinen Ursprung hat

Aikido – Weg der göttlichen Harmonie – eine Kampfkunst oder Lebenslehre, bei der es um das führen der Kraft des Gegners geht

Ashi – Fuß oder Bein

Arnis – Harnisch der Hand – philippinische Kampfkunst bzw. Waffenkunst, hauptsächlich mit Stöcken und Macheten

Atemi – Lebenswichtige Punkte am menschlichen Körper

B

Bu – Ritter, Krieger, Samurai, tapfer

Buddha – der Erwachte, der Erleuchtete, er lebte ca. 500 vor Chr. Gründer der buddhistisch-asiatischen Religion

Buddhismus – asiatische Religion (Erlösung, Auskunft über das Jenseits), begründet von dem hinduistischen Bettelmönch Gautama, er lebte um 480-560 vor Chr. Durch seine mystische Versenkung erreichte Gautama die Erlösung vom Zwang der Seelenwanderung und wurde zum Buddha.

Budo – Oberbegriff für alle japanischen Kriegs- und Ritterkünste der Feudalzeit, unter philosophischem Aspekt heißt es Weg des Kriegers, Ritters oder Weg des Adels. Das japanische Kalligrafiezeichen bezeichnet den Weg um einen Kampf abzulehnen.

Budogi – stabiler Budo Anzug mit Jacke, Hose und Gürtel meist weiß oder schwarz auch Kimono genannt.

Budokan – Trainingszentrum in Japan (Tokio) Ausstrahlungsort für alle großen Budo Meisterschaften 15.000 Zuschauer. Erbaut 1964, Kostenaufwand 11 Mil. Euro

Bushido – Ehrenkodex der japanischen Samurai, es heißt Weg des Adels, Ethik des von 1192-1867 führenden Kriegerstandes z.B. treue gegen den Herrn und Meister, Selbstzucht, Todesverachtung und Waffenbeherrschung

C

Chudan – mittlere Angriffstufe (Bauch) über der Gürtellinie

D

Dachi – Stellung, Position

Dan – Budo Meistergrad 1.Sho-Dan, 2.Ni-Dan, 3.San-Dan, 4.Shi-Dan, 5.Go-Dan, 6.Roku-Dan, 7.Shichi-Dan, 8.Hachi-Dan, 9.Ku-Dan, 10.Ju-Dan

Do – Weg, Grundsatz, Lehre, Philosophie, Richtung, Prinzip

Dojo – Budo Trainingsraum, heiliger Raum Ort zur Entgegennahme der Offenbarung

E

Empi – Ellenbogenschlag (Mae-empi-uchi (aufwärts),  Yoko-empi-uchi (seitwärts), Ushiro-empi-uchi (rückwärts), Mawashi-empi-uchi (vorwärts)

F

Fumi – treten, stampfen

G

Gari – sicheln, fegen

Garami – halten, verwickeln, umschlingen

Gedan – untere Angriffstufe (Beine, Unterleib) unter der Gürtellinie

Gi – Kurzform für Budo-Gi (Budo Anzug)

Go – Kraft oder Gegenangriff, auch fünf

Gyaku – umgekehrt, gegen die Natur

H

Hai – Ja, in Ordnung, Bestätigung

Hakama – Hosenrock, Bekleidung z.B. im Aikido, Iaido und Kendo, der Hakama dient zum einen, dass die Fußstellung des Verteidigers sehr schwer zu erkennen ist, zum anderen fixiert er den Gürtel (Obi) am Hara das hilft den Schwerpunkt des Körpers unten zu halten und erleichtert einen aufrechten Stand

Hara – Bauch, Nabel, Mitte des Menschen, Schwerpunkt Kraftzentrum, Teil ostasiatischer Philosophie

Hara-kiri – Bauchaufschneiden, Selbstmordzeremonie der Samurai z.B. wenn sie ihre Ehre verloren haben

Heian – Grund Kata im Karate (Heian-Shodan, Heian-Nidan, Heian-Sandan, Heian-Yodan, Heian-Godan)

J

Jodan – obere Angriffstufe (Kopf und Hals)

Judo – Sanfter Weg – Olympische Kampfsportart

Judoka – Judo Sportler

Ju-Jitsu – Sanfte Kunst – Sehr altes System der Verteidigung

K

Kara – leer, unbewaffnet, ohne Schutz

Karate – Leere Hand – Kampfkunst aus Okinawa

Karateka – Karate Sportler

Karma – das indische Gesetz von Ursache und Wirkung, was der Mensch säht, das muss er auch ernten

Kata – Form, Zeremonie, genau festgelegte Übungen

Katame – Halten Befestigen, Festlegen

Ken – Schwert

Ken-jutsu – japanisches Schwertfechten, ältere Form des Kendo

Ki – innere Energie, vitale Kraft, Schwerpunkt, eins sein mit dem Universum (indisch-Prana, chinesisch – Chi)

Kiai – Kampfschrei, plötzlicher akustischer Ausbruch

Kime – lebenswichtige Punkte des menschlichen Körpers betreffend Brennpunkt oder Zentrum mit Kime ausgeführte Schläge kommen aus dem Inneren des Körpers mit viel Kraft und Körpereinsatz ausgeführt

Kimono – Japanisches Kleidungsstück für Männer und Frauen das mit dem Obi (Gürtel) zusammengehalten wird.

Kiri – Spalten, Schneiden

Kobudo – Alte Kampfkunst oder kleine Kampfkunst – Aus verschiedenen Gegenständen von Bauern und Fischern wurden verborgene Waffen entwickelt

Kodokan – Dojo des Jigoro Kano, Judo Zentral Institut in Tokio

Kombo – Bambus Stock ca. 2,20 m Lang angeblich älteste Waffe der Welt

Kumite – Karate Übungskampf

Kyu – Budo Schülergrad 6.Rok-kyu (weiß), 5.Go-kyu (gelb), 4.Shi-kyu (orange), 3.San-kyu (grün), 2.Ni-kyu (blau), 1.Ik-kyu (braun)

M

Mae – vorwärts

Mawa-te – Wendung

Mawashi – Halbkreis

Mokuso – Budo Konzentrationssitz (Kommando im Seiza (Kniesitz) um die Augen zu schließen und sich vollkommen von Gedanken frei zu machen)

N

Nage – Wurf, werfen

O

O-sensei – Großer Meister oder Großmeister

Obi – Gürtel des Kimono, im Budo verwendet um den Gi festzuschnüren und mithilfe des Knotens sein Hara (Körper-zentrum) besser zu spüren

Okinawa-te – ursprüngliche Form des Karate

Osu – Grußwort unter Budo Sportlern, auch ja

Otagai-ni – Schüler

R

Randori – freies lockeres üben, Übungskampf, Trainingsform

Rei – Gruß, Verbeugung, Anstand und Höflichkeit im Sinne des Budo

Reiki – Die heilende Liebe. Eine wirkungsvolle Unterstützung zur Heilung von Krankheiten mithilfe des universellen Ki. Der Mensch macht sich dabei zum Kanal zur Übertragung feinstofflicher und heilender Lebensenergie. Reiki wurde von dem Japaner Dr. Mikao Usui (1862-1926) wiederentdeckt und weltweit bekannt gemacht.  

Ryu – Schulungsmethode

Ryu-gi – Schule

S

Samurai – japanischer Ritter der Feudalzeit in der Shogun- und Daimo Dynastie, ursprüngliche Bezeichnung für das bewaffnete Schutzpersonal kaiserlicher Gemahlinnen, Prinzen und des hohen Adels. Später gleichbedeutend mit Krieger (Bushi).

Sensei – Professor, Lehrer, Meister oft ranghöchster Dan-Träger im Dojo

Sensei-ni – Ausbilder der Kämpfer und Teilnehmer zum Lehrer (Kommando)

Sensei-rei – Gruß der Kämpfer und Teilnehmer zum Lehrer (Kommando)

Shaolin – bekanntes chinesisches Kloster und Tempel in der Fukien-Provinz, bekannt durch Wahrung und Verbreitung alter östlicher Kampfkünste, hier lebte einst Bodhidharma ursprünglicher Schöpfer des chinesischen Boxens, hier Weiterentwicklung durch buddhistische Mönche, aus täglichen Gymnastikübungen (Tai-Chi) entstand die Angriffs- und Verteidigungsform Kung-Fu, aus praktischer und philosophischer Sicht. Die fünf Alten des Shaolin waren: Ng Mui, Pak Mee, Fung Do Tak, Mee Hin und Gee Sin

Shiatsu – eine Art von Massage und Akupressur, die sich auf die Meridiane (Energielinien des Körpers) bezieht

Shihan – Titel für den höchsten Würdeträger, Vorbild, Meister, Doktor z.B. für Jigoro Kano den Begründer des Judo

T

Tai – Körper

Tori – Angreifer

U

Uke – Trainingspartner, auch entgegennehmen und Bezeichnungen für Blöcke

Ukemi – Fallschule

Uss – Begrüßung unter Freunden

Y

Yame – Kommando Ende, stoppen z.B. eines Kampfes

Yari – Wurfspeer der Samurai

Yang – das männliche Prinzip (hell, aktiv)

Yin – das weibliche Prinzip (dunkel, passiv)

Yin & Yang – asiatisches Zeichen als Sinnbild für die Gegensätze im Universum, Feuer und Wasser, Himmel und Erde, Mann und Frau, stark und schwach, schwarz und weiß …usw.

Yoga – Lehre körperlicher und geistiger Übungen, die den Menschen zur Befreiung von allen irdischen Beweggründen führen, Lehre des individuellen Ichs, Konzentration, Meditation, die Harmonie von Körper, Geist und Seele

Yoi – Achtung, Vorbereitung, Bereitstellung

Yoko – Seitlich oder Seite

Z

Zanshin – Vollendung (z.B. einer Kata)

Za-rei – Verbeugung im Kniestand

Za-zen – in der Zen Meditation üblicher Konzentrationssitz, bei dem beide Beine vorn übereinander geschlagen werden

Zen – Versenkung, Meditationsübung, kam ca. 520 nach Chr. von Indien nach China und von dort nach Japan. In Japan ist Zen eine buddhistische Glaubensrichtung und Rückgrat der Kultur, die Aufhebung des Ich Begriffes und Weg zu dem All-Einen, die unmittelbare Erleuchtung, Ablehnung rationaler Spekulationen oder das Tägliche Bewusstsein, alle Gebete des japanischen Geisteslebens und die japanische Lebensauffassung werden noch heute vom Geist des Zen durchdrungen. Zen dient als geistige und philosophische Grundlage aller Budo Künste

Zori – japanische Reisstroh-Sandalen, Slipper

 

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